Fortbildung: Wenn der „Zappelphillipp“ erwachsen wird - ADHS im Erwachsenenalter

Bei der Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) handelt es sich neben umweltbedingten Einflüssen vor allem um eine neurobiologische Funktionsstörung der Hirnbotenstoffe Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Die Veranlagung ist auch vererbbar.

Die ADHS im Erwachsenenalter ist immer noch schlecht anerkannt und versorgt, obwohl vermutlich um die 3 % aller Erwachsenen - allerdings in individuell sehr unterschiedlicher Ausprägung – noch betroffen sind. Viele Lebensbereiche sind beeinträchtigt, wie Beruf und Ausbildung, Freundschaften, Partnerschaft und Kindererziehung. Häufig kommen ADHS-Betroffene erst wegen einer anderen psychischen Störung in Behandlung, nachdem sie dekompensiert sind. Sie haben aus verschiedenen Gründen auch ein deutlich größeres Risiko früher zu sterben.

Motorische Unruhe, Überaktivität und Impulsivität weichen z. B. oft einer allgemeinen Leistungs- und Konzentrationsschwäche, Desorganisation und „Aufschieberitis“, einer hoher Ablenkbarkeit, aber auch chronischer innerer Anspannung und Ungeduld können so die Bewältigung des normalen Alltags schon zur Qual werden lassen.

Es soll beleuchtet werden, wie ADHS-Symptome wie Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität bei Erwachsenen aussehen, wie sich dieses Handicap auf deren Leben auswirkt, welche psychischen Erkrankungen oft im Gefolge auftreten und welche verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Anrechenbar auf die Rehapädagogische Zusatzqualifizierung (1.2, 3.1, 5.1).

Seminarleitung:              Thomas Middendorf, Chefarzt der Schön Klinik Bad Arolsen
Ort:                                       Bathildisheim e.V., Bathildisstraße 7, 34454 Bad Arolsen
Uhrzeiten:                         10 - 17 Uhr
Fortbildungsgebühr:     170 € (inkl. Tagesverpflegung)

 

Weitere Termine