Filmtipp: „Die Story im Ersten - Das Märchen von der Inklusion“

| Autor: Juliane Diener

Was ist die Bilanz 10 Jahre nach der UN-Behindertenrechtskonvention?

Dieser Frage geht der Film „Das Märchen von der Inklusion“ nach.
Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in einer Schule. Jeder Mensch kann überall dabei sein, am Arbeitsplatz, beim Wohnen oder in der Freizeit: Das ist Inklusion. Eine Idee, so schön wie ein Märchen.
Einige Bundesländer haben die Inklusion in der Schule radikal umgesetzt. In Bremen beispielsweise, besuchen jetzt über 80 Prozent aller Kinder mit Behinderung eine Schule zusammen mit Kindern ohne Behinderung. Doch ob das so märchenhaft ist, wie es klingt, darüber gibt es große Uneinigkeit.
Porträtiert wird die zehnjährige Nike. Auf der Regelschule wurde das Mädchen mit Down-Syndrom von Mitschülern ausgegrenzt. "Nike kann jetzt prima Basketball spielen, denn das geht auch allein", sagt ihre Mutter. Sie schickte ihre Tochter lieber wieder auf eine private Förderschule.

Anhand von drei konkreten Beispielen zeigt der Die Dokumentation aus der Reihe "Die Story im Ersten", dass es mit der Inklusion in Schule und Arbeitswelt nicht immer so glatt läuft, wie wir es gerne hätten. 
Menschen mit Behinderung, Eltern, Lehrer, Arbeitgeber und Politiker zeichnen das Bild einer zerrissenen Republik. Ist die inklusive Gesellschaft ein unerreichbares Ideal? Oder braucht sie einfach noch mehr Zeit? Zehn Jahre Inklusion: eine ernüchternde Bestandsaufnahme. Ein Märchen – bislang ohne Happy End.

Heute Abend um 22.45 Uhr in der ARD
Oder in der Mediathek der ARD

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Für Amelie bedeutet Inklusion, dass sie später mal Fotografin oder Tierwirtin werden könnte. Credit: Das Erste