Timon

Timon hat gerade seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement abgeschlossen. Vorher hat der 21-Jährige, der seit seiner Geburt im Rollstuhl sitzt, seinen Realschulabschluss an der Bad Arolser Kaulbachschule gemacht. Er stammt aus Lütersheim und engagiert sich schon seit Jahren in der Jungen Union und setzt sich für die CDU im Volkmarser Stadtparlament ein. Außerdem ist er in der Feuerwehr aktiv.

Red.: Timon, Sie haben ihre Ausbildung gerade erfolgreich abgeschlossen. Wie hat es Ihnen gefallen?

Timon: Die Ausbildung war ein Gewinn für mich. Ich bin mehr als zufrieden und dankbar für die persönliche Betreuung. Für mich war die „Verzahnte Ausbildung mit Betrieben“ (VamB) optimal, schließlich wurde ich vom Partnerbetrieb, dem Gebäudemanagement des Landkreises Waldeck-Frankenberg, direkt nach der Ausbildung übernommen.

Red.: Und wie sind Sie auf das BBW aufmerksam geworden?

Timon: Als ich in meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten Probleme bekommen habe, habe ich den Kontakt zum BBW gesucht. Als Lütersheimer war mir das Berufsbildungswerk nicht unbekannt. 

Red.: Was hat bei der Entscheidungsfindung geholfen?

Timon: Übergangsweise habe ich in meinem letzten halben Jahr in der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten schon die staatliche Berufsschule im BBW besucht. Danach war für mich klar, dass ich es hier als einer der ersten des Jahrganges zum Kaufmann für Büromanagement versuchen möchte.

Red.: Wie unterscheidet sich eine Ausbildung im BBW von einer Ausbildung in einem normalen Betrieb?

Timon: Der Unterschied liegt ganz klar in der individuellen Förderung des Einzelnen. Auch in der Berufsschule im Haus wurde ich deutlich besser gefördert, es konnte hier mehr Rücksicht auf den Einzelnen genommen werden. Auch die Übungsfirma war ein großer Vorteil.

Red.: Und welche Unterschiede gibt es noch?

Timon: Bei mir wurde der Betrieb der verzahnten Ausbildung durch den Kontakt mit dem BBW und der Berufsschule bereits sensibilisiert, so dass ein fließender Übergang möglich war. Im Kreishaus war dann vieles schon gegeben, Hilfsmittel wurden innerhalb weniger Tage bereitgestellt.

Red: Können Sie auch die Aufgaben in der Ausbildung mitgestalten?

Timon: Ja, ich hatte sehr viel Mitspracherecht, mein Ausbildungsrahmenplan wurde individuell angepasst. In Absprache wurde ich in Personalwesen etwas länger geschult. Ich hatte die Zeit, Dinge zu vertiefen und zu festigen. Nach der Zwischenprüfung habe ich den praktischen Teil meiner Ausbildung dann im Gebäudemanagement des Landkreises weitergeführt.

Red.: Und die Berufsschule ist auch hier im gleichen Haus?

Timon: Ja, und da war ich sehr froh drüber. Die Klassen waren deutlich kleiner als in meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten mit der Regelberufsschule. Für mich hätte es nicht besser sein können.

Red: Und wie ist der Kontakt zu anderen Auszubildenden?

Timon: Der Kontakt ist sehr gut, ich habe sowohl im BBW als auch im Gebäudemanagement überall Freunde gefunden und bin mit allen in regem Kontakt.

Red.: Was würden Sie anderen Jugendlichen raten, die überlegen, was sie nach der Schule machen?

Timon: Ich würde jedem raten, sich auch im BBW zu informieren, eventuell vorher sogar eine berufsvorbereitende Maßnahme (BVB) zu absolvieren. Wenn man die Voraussetzung für eine Ausbildung im BBW erfüllt, kann ich es nur jedem ans Herz legen, denn dort sammelt man nicht nur beruflich sehr viel Erfahrung.

Red.: Wo sehen Sie sich in fünf bis zehn Jahren?

Timon: Da ich mich hier im Gebäudemanagement von Anfang an wohl gefühlt habe, bin ich dann hoffentlich immer noch hier. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, irgendwann einmal mit der Politik mein Geld zu verdienen. Den Kontakt zum BBW halte ich nach wie vor, schon im Oktober halte ich einen Vortrag zum Thema VamB (Verzahnte Ausbildung mit Betrieben).

Red.: Dann wünschen wir Ihnen alles Gute für die Zukunft!