Fachinformationen
Berufsorientierung
Das BBW Nordhessen bietet verschiedene Angebote zur beruflichen Orientierung an. Sie unterstützen junge Menschen dabei, eigene Fähigkeiten besser einzuschätzen, berufliche Interessen zu entwickeln und passende Praktikumsplätze zu finden.
Die Angebote werden in der Regel in Kooperation mit Schulen oder weiteren zuständigen Stellen durchgeführt und sind praxisnah angelegt. Die Jugendlichen lernen verschiedene Tätigkeiten kennen, erproben sich in berufstypischen Aufgaben und erhalten Rückmeldungen zu ihren Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten.
BOP – Berufsorientierungsprogramm
Im Rahmen des Berufsorientierungsprogramms, kurz BOP, erhalten Schüler:innen die Möglichkeit, über mehrere Tage verschiedene Berufsbereiche praktisch kennenzulernen. Das Angebot umfasst in der Regel neun Praxistage in überbetrieblichen oder vergleichbaren Bereichen.
Ziel ist es, berufliche Interessen sichtbar zu machen, erste praktische Erfahrungen zu ermöglichen und die Auswahl passender Praktikumsfelder zu unterstützen.
Das Angebot richtet sich überwiegend an Schüler:innen der Klasse 8, insbesondere an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen sowie an inklusiv beschulte Schüler:innen.
Interessierte Schulen können sich an das BBW Nordhessen wenden. Weitere Informationen zum Programm finden sich auch über das Berufsorientierungsprogramm des Bundes. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie durch das Land Hessen gefördert.
PassKo – Passgenaue Kompetenzfeststellung
Die passgenaue Kompetenzfeststellung, kurz PassKo, dient dazu, praktische Fähigkeiten, Interessen und mögliche berufliche Entwicklungsrichtungen besser einzuschätzen. Grundlage ist eine standardisierte Testung, zum Beispiel mit hamet 3 oder hamet e.
Die Teilnehmenden bearbeiten unterschiedliche praktische und kognitive Aufgaben. Dabei werden unter anderem handwerkliche Fähigkeiten, der Umgang mit Werkzeugen, Konzentration, Problemlöseverhalten und weitere arbeitsbezogene Kompetenzen beobachtet und ausgewertet.
Im Anschluss werden die Ergebnisse gemeinsam besprochen. Daraus können Empfehlungen für geeignete Praktikumsfelder oder weitere Schritte im Übergang Schule–Beruf abgeleitet werden.
Das Angebot richtet sich an inklusiv beschulte Schüler:innen an Schulen mit Übergangsmanagement in der Stadt Kassel. Interessierte Schulen wenden sich für die Teilnahme an das Amt für Schule und Bildung der Stadt Kassel, Bereich Bildungsmanagement und Bildungsplanung.
- Differenzierte Kompetenzanalyse: Erfassung von Stärken, Entwicklungsfeldern und beruflichen Interessen, praktische Aufgaben und Beobachtungen.
- Grundkompetenzen: Förderung grundlegender Fähigkeiten, zum Beispiel in Deutsch, Mathematik und weiteren ausbildungsrelevanten Grundlagen sowie Entwicklung von Lernstrategien.
- Berufsorientierung und Berufswahl: Unterstützung und Begleitung bei der Klärung realistischer beruflicher Ziele und möglicher Ausbildungswege.
- Berufliche Grundfähigkeiten: Aufbau praktischer Fähigkeiten und Arbeitstechniken.
- Berufsspezifische Qualifizierung: Gezielte Vorbereitung auf einen konkreten Berufsbereich oder eine mögliche Ausbildung durch Absolvieren von Hospitationen und Praktika.
- Hauptschulabschluss: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Hauptschulabschluss im Rahmen der Maßnahme nachgeholt werden.
Arbeitserprobung
Eignungsabklärung