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Eine Diskussion über das Teilhabegesetz

Mit Betroffenen und der Politik - ein persönlicher Eindruck

Hier sind wir (rechts Heidi Klanke, direkt daneben Anja Eckhardt) mit unserem Vorstand Christian Geyer (Mitte) und anderen WfbM-Beschäftigten

Das Bundesteilhabegesetz ist nicht so ganz einfach zu verstehen. Und wie es umgesetzt werden soll, ist anscheinend auch nicht ganz klar. Dies waren für uns die zwei Haupterkenntnisse bei der Teilnahme einer Veranstaltung der AGBM (Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen, Angehöriger und Beiräte in der Diakonie Hessen e.V.) am 20.5. bei der es um das neue Teilhabegesetz ging. 

Zu der Veranstaltung in Eschwege fuhren wir mit Mitgliedern des Werkstattrates und WfbM-Beschäftigten zusammen mit Herrn Kreutzer. Ab Januar 2018 soll das neue Teilhabegesetz in Kraft treten. Also wird es langsam Zeit sich damit zu beschäftigen, was wir bisher nicht getan hatten.

Spannend an der Veranstaltung war, dass die Parlamentarische Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Referat über das Teilhabegesetz hielt, welches sehr umfangreich ist (und daher auch nicht leicht zu verstehen). 

Auch über die Rolle des LWV (Landeswohlfahrtsverband) wurde gesprochen. Es ist wohl noch nicht ganz klar wie das Teilhabegesetz im Einzelnen umgesetzt werden soll und wie die Rolle des LWV aussehen soll. 

Sicher, wir  fänden es schon einfacher, wenn es nur einen Ansprechpartner für unsere Reha-Belange gibt. Aber wer wird die zuständige Stelle sein? Und was ist mit Menschen, die sich nicht äußern können?

Nachmittags wurde im Podium diskutiert. Auch Herr Geyer, unser fachlicher Vorstand war dabei. Die Fragen aus dem Publikum wurden kompetent beantwortet. Wir hätten uns allerdings mehr Fragen zum Thema gewünscht. 

Wie beispielsweise, was das neue Teilhabegesetz für den Einzelnen bedeutet. Und ob es für Menschen, die einen geringen Betreuungsbedarf haben, überhaupt einen Unterschied macht. 

Stattdessen drehte sich viel um konkrete Dinge, wie die Barrierefreiheit des Bahnhofes in Treysa. Das zeigt aber dann wohl, dass den Menschen die konkreten Dinge im Alltag wichtiger sind als theoretische Gesetzestexte. Zumindest bis sie im Alltag ankommen. 

Dennoch, wir sind froh, dass wir bei der Veranstaltung dabei waren. Denn Fragen sind uns auf jeden Fall eine Menge gekommen. Und das ist schließlich der Anfang, um am Ende auch Antworten zu bekommen.